Kirchenchor der Gemeinde Lößnitz

Der Lößnitzer Kirchenchor ist weit über die Stadtgrenzen seiner Heimatstadt hinaus bekannt. Er hatte auch genug Zeit dazu bekannt zu werden, schließlich blickt man hier auf eine über 350jährige Tradition zurück. Bereits 1646 fing alles an mit ein paar sangeseifrigen Männern.
Heute hat der Chor knapp über 40 Mitglieder, die sich immer Freitags 20 Uhr im Gemeindesaal zur Probe treffen. Am Anfang liest Kantor Staude, der Leiter, Losung und Lehrtext des Tages. Schließlich ist man ein Gemeindechor und da ist Gottes Wort natürlich die Grundlage.
Gesungen wird hier vieles. Von einfachen Chorälen über Motetten bis hin zu großen Oratorien ist alles dabei, auch das ein oder andere Erzgebirgische Volkslied wird eingestreut.
Der Kirchenchor wurde auch schon als "Chor der Woche" im Deutschlandradio vorgestellt.
Wer im Chor mitsingen möchte, braucht sich nicht anmelden, oder gar vorsingen. Jeder, der Lust hat kann einfach zur Probe kommen.
Von einer Gastsängerin erreichte uns ein Brief:
Liebe junge und jung gebliebene Lößnitzer Choristen,
vor gut zwei Wochen durfte ich Euren Proben (ich bin so frei und sage einfach mal „Ihr" und nicht „Sie") nicht nur beiwohnen, sondern sogar selber mitsingen! Und so wollte ich Euch auf diesem Wege einmal ganz herzlich Dank dafür sagen, dass Ihr ich für diese ein bzw. zwei Probenstunden so herzlich aufgenommen und diesen Freitagabend zu einem von vielen schönen Highlights meines Besuches im Erzgebirge habt werden lassen!
Ich selber singe in meiner Wahlheimat Köln in zwei Chören: Das ist zum einen der Gemeindechor, der, wenn man genau hinschaut, die komplette Gemeinde-„jugend" von insgesamt etwa 16 Jungs und Mädels umfasst, und zum anderen der Oratorienchor Köln mit rund 120 Sängern, wobei ich mit meinen 29 *räusper* 30 Jahren dort zu den Jüngsten gehöre.
Und wenn man nun mal woanders hinfährt oder etwas anderes sieht, dann ist das so, als ob man einen kleinen Spiegel vorgehalten bekommt. Ich habe mich nämlich bei euch wie zuhause gefühlt. Und ganz ehrlich: Würde ich nach Lößnitz ziehen, dann würde ich auch bei Euch mitsingen wollen. Da stimmt nicht nur die Musik, sondern auch das Miteinander! Das spürte ich direkt, als die Probe des Jugendchores begann. Jeder einzelne kam auf mich zu, stellte sich vor und die "Angst", dass man irgendwo allein sitzen muss, war völlig überflüssig. Man gehörte direkt dazu.
Die Probe machte von der ersten Minute an Spaß: Erstens war die „Missa Parvulorum Dei" von Ralph Größler für mich absolutes Neuland und somit eine willkommene Herausforderung, zweitens waren die jungen Stimmen glockenrein und drittens merkte man, dass Jens Staude schon viel Arbeit und Liebe in die Proben investiert hatte und jeden einzelnen mit Spaß am Stück angesteckt hatte! Jede Tücke bei der Intonation und Rhythmik wusste er gekonnt mit einem praktischen wie simplen "Trick" zu begegnen.
Genauso motiviert und mit Freude ging der Kantor beim Chor der "Großen" vor. Den "Messias" von Händel hatte ich in Köln schon einmal gesungen und freute mich, einen "alten Bekannten wiederzutreffen"! Was mir jedoch "fast die Stimme erschlagen" hätte, war die Größe des Chores! 40 Leute! Das findet man heutzutage in einer Gemeinde nicht so schnell wieder und ist etwas, worauf Ihr zu recht stolz sein könnt! Und ohne diese Größe kann man halt eben auch nicht einfach mal so nebenbei ein Oratorium wie den Messias aufführen!
Kurz und gut: Ihr habt in Lößnitz zwei Chor-„Perlen" und seid mit einem tollen Chorleiter gesegnet! Haltet daran und an Eurer Gemeinschaft fest!
Und das Schönste an allem und was für uns als Christen ja noch viel wichtiger ist und niemals dabei vergessen werden sollte: Es dient alles zur Ehre Gottes!
Es grüßt Euch herzlich
„Sandra aus Kölle"
In einen Auftritt reinhören?
Ausschnitt aus dem Singegottesdienst "Singt von Hoffnung" am 16.8.2009 .
In die Ferne...
schweift der Chor auch ab und zu. Sei es zu Auftritten mit musikalischen Partnern, wie z.B. dem Chor aus Drebach oder Limbach-Oberfrohna, sei es zu Sängertreffen wie in Schneeberg, sei es zu großen Ereignissen, wie dem Kirchentag oder auch zu einer Ausfahrt mit Ausgestaltung des Gottesdienstes am Zielort.
Kommen Sie vorbei und Singen Sie mit!

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