| Feierabend- und Missionskreis |
|
|
| Geschrieben von: Sören Wittstock | |||
| Montag, den 17. August 2009 um 15:12 Uhr | |||
Feierabend- und Missionskreis in Lößnitz
Die Frauen des Kreises haben mich als Gast herzlich in ihren Reihen willkommen geheißen. Frauen? Ja, ein Mann sitzt auch dabei, Pfarrer Mürbe, der im Wechsel mit Frau Hänel die Leitung übernimmt. Die Männer treffen sich eben im Männerkreis oder beim offenen Abend für Männer. Aber weggeschickt wird keiner. Das hat mich dann auch beruhigt, ich durfte bleiben. Was macht der Feierabend- und Missionskreis nun eigentlich?Wie schon oben steht ist der offizielle Beginn 14 Uhr, die meisten Teilnehmer kommen aber schon eher zusammen, um das Neueste aus aller Welt, vor allem aber aus Lößnitz zu besprechen. Wenn Sie wissen wollen, was los ist brauchen Sie nur zuhören. Glauben Sie nicht, daß Sie von der Tageszeitung umfassend informiert werden! Dann findet man sich am Tisch zusammen, Stammplätze gibt es keine. Man beginnt mit einem Lied, danach wird die Tageslosung gelesen, Pfarrer Mürbe legte die Bedeutung für alle noch einmal verständlich aus. Anschließend wird erst einmal gebetet, denn so ist man sich hier sicher, ohne den Herrn braucht man nicht anfangen. Man singt noch ein Lied, Frau Hänel sorgt am Klavier für Untermalung des Gesangs. Dann folgt die Andacht.
Es folgten noch zwei Lieder, die Geburtstagskinder wurden zwischendrin auch beglückwünscht und am Ende wurde wieder gebetet. Dann noch das Abschlusslied und "Feierabend". Im Feierabend- und Missionskreis herrscht eine nette Atmosphäre und aus meiner Perspektive kann man viel lernen. Man spürt, wie die Hektik des Alltags zwar nicht weg, aber bei weitem nicht mehr so wichtig ist, wie sie einem erscheinen mag. Es gibt wichtigeres, ein belastbares Fundament, das das Leben trägt zum Beispiel. Man trifft sich nicht immer "nur" im Gemeindesaal. Der Kreis unternimmt vieles, vor der Sommerpause gab es eine Ausfahrt nach Görlitz zu der sich so manche Geschichte erzählen lässt, aber die hören Sie sich lieber selber an. Mir hat diese fröhliche Runde gefallen und nun, nachdem ich dabei war, weiß ich genau, warum sich meine Oma über viele Jahre in dieser Gemeinschaft so wohl gefühlt hat.
|


Immer am Montag trifft sich 14 Uhr im Gemeindesaal der Feierabend- und Missionskreis. Wenn man "14 Uhr" und dann "Feierabend" hört weiß man auch gleich wer sich da trifft. Das Arbeitsleben sollte man schon hinter sich haben, sich sozusagen im aktiven Unruhestand befinden. Nicht nur wegen des Termins wird es für "jüngere" schwierig, sondern vor allem weil jüngeren etwas ganz entscheidendes fehlt: "Lebenserfahrung".
Als ich zu Gast war, war Frau Hänel dran und hatte sich als Thema für dieses Mal "Brücken" gewählt. Brücken sind ja schon immer für die Menschen wichtig gewesen, sie verbinden, überspannen, schaffen Gemeinsamkeiten und "überbrücken" Trennendes. Viele Erlebnisse sind damit verbunden, viele Grundlagen für neues gelegt worden, viele Veränderungen hat ein jeder hier durchgemacht.














