Kirche Lößnitz - Affalter informiert: Wer sind wir? Gemeindekreise Männerkreis
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Geschrieben von: Sören Wittstock   
Sonntag, den 06. September 2009 um 00:00 Uhr

Nachmittage für Männer

KaffeeWie der Name schon sagt ist dieser Kreis ausschließlich für Männer. OK, zwei Frauen waren auch da - beim Kaffeekochen! Lachanfall Ein Mal pro Monat, an einem Mittwoch 14 Uhr treffen sich also etwa 20 Männer im Gemeindesaal. Mit einigen festen Händedrücken wurde ich begrüßt, hier sind eben Männer und keine Memmen.
Mann muss man natürlich erstmal werden, das braucht Zeit. Mitmachen kann man ab Ruhestand, also so um die 65 sollte man sein. Von Ruhe wie "Ausruhen" kann man indes nichts spüren.

Die Leitung des Männerkreises hat Herr Günther schon mehrere Jahre inne. Er spricht ein paar begrüßende Worte, gibt das Organisatorische bekannt, beglückwünscht die Geburtstagskinder. Wer Geburtstag hatte bekommt natürlich auch eine Kleinigkeit geschenkt. Eine Tüte voll mit etwas leckerem. Was es genau ist und warum es so gut schmeckt, weiß wahrscheinlich nur Herr Kretzschmar, denn er(!) hat die Leckerei gebacken. Dann ein Lied zur Einstimmung. Man betet, liest Losung und Lehrtext. Herr Günther macht den Text anhand eigener Erfahrungen nochmal deutlich.

Dann gibt es Kaffee und Kuchen. Das ist hier immer so. Die meisten trinken "normalen" Kaffee, es gibt aber auch "bleifrei", will heißen ohne Koffein. Während man also den leckeren Kuchen wegputzt bieten sich Gelegenheiten für allerlei Gespräche. Die zweite Tasse kann man nicht wirklich ausgiebig genießen, denn man will vom schönen Rahmen schnell zum Wesentlichen kommen. Das Geschirr verschwindet binnen weniger Augenblicke in der Küche und der Referent bekommt das Wort.

Ein Referent ist meistens da und hat sich auch intensiv auf ein Thema vorbereitet. Das Thema des Nachmittags steht schon seit Dezember letzten Jahres fest, denn immer im Dezember wird das neue Jahresprogramm erstellt, man ist schließlich organisiert hier.

Diesmal war Pfarrer Schubert aus Aue da und "Auf der Suche nach Zufriedenheit" war sein Thema, auf die Bibelstelle mit dem "Gleichnis vom verlorenen Sohn" (Lukas 15, Verse 11 ff.) sollte er sich beziehen.

Pfarrer Schubert greift aus dem Leben, stellt die Geschichte in vielen Facetten dar und gibt etliche Hintergrundinformationen. Während der einen Stunde, in der an mehreren Beispielen das Thema mit der Unzufriedenheit, dem Immer-mehr-wollen und Nie-genug-haben und dessen Folgen behandelt wird, gibt es mehrere Diskussionen, Bibelstellen werden gelesen und sich darüber unterhalten. Noch wichtiger ist dann die Umsetzung der Erkenntnisse. Da viele etwas beitragen können und das auch tun wird es nicht einen Augenblick langweilig.

Diskussion auch nach dem AbschlussMan betet zum Abschluss das Vaterunser. Pfarrer Schubert spricht den Segen und man singt noch ein Schlusslied.

In meinem Alter kommt man sich unter den Männern vor wie ein kleiner Schuljunge. Tiefgründige Einsichten gibt es hier. Es wird schon lange nicht mehr an der Oberfläche gekratzt, hier geht man an die Wurzel. Und hier kann man das Hirn nicht auf Sparflamme laufen lassen, Mitdenken ist angesagt.

Einmal Hinsetzen, über die wahren Wurzeln der Probleme nachdenken, die wahre Wurzel der Lösung der Probleme erkennen und darüber zu reden täte vielen Entscheidungsträgern gut. Im Männerkreis kann man lernen wie das geht.


 
„Mama, wir haben heute drei Stunden Englisch gehabt.“ – „Tröste dich, die Engländer haben das den ganzen Tag.“
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